James Baikie: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Tony O’Connell]] schreibt über ihn, er habe bereits 1910 "''in einem seiner ersten Bücher, [https://books.google.de/books?id=SBKhCABV4W4C&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false The Sea-Kings of Crete] ''<ref>Siehe: '''James Baikie''', "[https://books.google.de/books?id=0urHnQEACAAJ&dq=Baikie+The+Sea-Kings+of+Crete&hl=de&sa=X&ei=43XkVPfMJYKrU6_CgoAM&ved=0CDsQ6AEwAQ The Sea-Kings of Crete]", London, 1910</ref>'' das minoische Kreta als [[Atlantis]] nahegelegt.''" Dieses Buch ist "''ist jetzt frei zugänglich online zu lesen oder herunterzuladen'' <ref>Siehe: [http://www.gutenberg.org Project Gutenberg], unter: "[http://www.gutenberg.org/ebooks/19328?msg=welcome_stranger The Sea-Kings of Crete by James Baikie]"</ref>.'' Bereits damals, während [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Evans Arthur Evans] noch über seine staunenswerten Entdeckungen auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreta Kreta] berichtete, zog Baikie Parallelen zwischen [[Atlantis]] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Knossos Knossos].''" <ref>Quelle: [[Tony O’Connell]], op. cit. (2010)</ref> In der ''scientific community'' seiner Zeit stießen '''Baikies''' Vorstellungen, wie wir aus einer weiteren Bemerkung des [[Atlantologie]]-[https://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklop%C3%A4dist Enzyklopädisten] schließen können, auf wenig Gegenliebe: "''Das Wissenschafts-Journal [https://de.wikipedia.org/wiki/Nature Nature] verwarf sein Buch in Dezember 1910 (No. 85, S. 235)''" mit dem Kommentar, "''es habe >keinen wissenschaftlichen Wert<''". <ref>Quelle: ebd.</ref>
 
[[Tony O’Connell]] schreibt über ihn, er habe bereits 1910 "''in einem seiner ersten Bücher, [https://books.google.de/books?id=SBKhCABV4W4C&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false The Sea-Kings of Crete] ''<ref>Siehe: '''James Baikie''', "[https://books.google.de/books?id=0urHnQEACAAJ&dq=Baikie+The+Sea-Kings+of+Crete&hl=de&sa=X&ei=43XkVPfMJYKrU6_CgoAM&ved=0CDsQ6AEwAQ The Sea-Kings of Crete]", London, 1910</ref>'' das minoische Kreta als [[Atlantis]] nahegelegt.''" Dieses Buch ist "''ist jetzt frei zugänglich online zu lesen oder herunterzuladen'' <ref>Siehe: [http://www.gutenberg.org Project Gutenberg], unter: "[http://www.gutenberg.org/ebooks/19328?msg=welcome_stranger The Sea-Kings of Crete by James Baikie]"</ref>.'' Bereits damals, während [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Evans Arthur Evans] noch über seine staunenswerten Entdeckungen auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreta Kreta] berichtete, zog Baikie Parallelen zwischen [[Atlantis]] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Knossos Knossos].''" <ref>Quelle: [[Tony O’Connell]], op. cit. (2010)</ref> In der ''scientific community'' seiner Zeit stießen '''Baikies''' Vorstellungen, wie wir aus einer weiteren Bemerkung des [[Atlantologie]]-[https://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklop%C3%A4dist Enzyklopädisten] schließen können, auf wenig Gegenliebe: "''Das Wissenschafts-Journal [https://de.wikipedia.org/wiki/Nature Nature] verwarf sein Buch in Dezember 1910 (No. 85, S. 235)''" mit dem Kommentar, "''es habe >keinen wissenschaftlichen Wert<''". <ref>Quelle: ebd.</ref>
  
Schon ein Jahr vor '''Baikies''' Veröffentlichung hatte der britische Historiker [[Kingdon Tregosse Frost|K. T. Frost]] anonym (er war sich der in akademischen Kreisen grassierenden '[[Atlantophobie]]' durchaus bewusst) in der Londoner Zeitschrift [https://de.wikipedia.org/wiki/The_Times The Times] ganz ähnliche Ansichten zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Minoer minoischen Kreta] und [[Atlantis]] vorgestellt. Dies wurde, wie [[Tony O’Connell|O’Connell]] betont, "''von Baikie in seinem Buch freigebig gewürdigt''." Bemerkenswert erscheint auch, dass '''Baikie''' selber auf einen Schwachpunkt seiner Theorie hinwies, nämlich, um noch einmal [[Tony O’Connell]] zu zitieren, "''[[Plato]]s Bezugnahme auf die [[Säulen des Herakles]]. Indes spekulierte er, dies sei auf irgendeine Fehlinterpretation von [[Solon]] zurückzuführen.''" <ref>Quelle: ebd.</ref>
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Schon ein Jahr vor '''Baikies''' Veröffentlichung hatte der britische Historiker [[Kingdon Tregosse Frost|K. T. Frost]] anonym (er war sich der in akademischen Kreisen grassierenden '[[Atlantophobie]]' durchaus bewusst) in der Londoner Zeitschrift [https://de.wikipedia.org/wiki/The_Times The Times] ganz ähnliche Ansichten zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Minoer minoischen Kreta] und [[Atlantis]] vorgestellt. Dies wurde, wie [[Tony O’Connell|O’Connell]] betont, "''von Baikie in seinem Buch freigiebig gewürdigt''." Bemerkenswert erscheint auch, dass '''Baikie''' selber auf einen Schwachpunkt seiner Theorie hinwies, nämlich, um noch einmal [[Tony O’Connell]] zu zitieren, "''[[Plato]]s Bezugnahme auf die [[Säulen des Herakles]]. Indes spekulierte er, dies sei auf irgendeine Fehlinterpretation von [[Solon]] zurückzuführen.''" <ref>Quelle: ebd.</ref>
  
  

Version vom 15. Mai 2015, 06:06 Uhr

Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Das Frontcover von Rev. James Baikies Klassiker The Sea Kings of Crete (1910)

(red) Reverend (Pastor, Hochwürden) James Baikie (1866-1931) war ein Privatgelehrter und Sachbuchautor, der im frühen 20. Jahrhundert eine ganze Reihe von Büchern zu Themen wie Astronomie, die Bibel und Geschichte des Altertums verfasste. [1] Er gilt als einer der Pioniere der kretominoischen Atlantis-Hypothesen.

Tony O’Connell schreibt über ihn, er habe bereits 1910 "in einem seiner ersten Bücher, The Sea-Kings of Crete [2] das minoische Kreta als Atlantis nahegelegt." Dieses Buch ist "ist jetzt frei zugänglich online zu lesen oder herunterzuladen [3]. Bereits damals, während Arthur Evans noch über seine staunenswerten Entdeckungen auf Kreta berichtete, zog Baikie Parallelen zwischen Atlantis und Knossos." [4] In der scientific community seiner Zeit stießen Baikies Vorstellungen, wie wir aus einer weiteren Bemerkung des Atlantologie-Enzyklopädisten schließen können, auf wenig Gegenliebe: "Das Wissenschafts-Journal Nature verwarf sein Buch in Dezember 1910 (No. 85, S. 235)" mit dem Kommentar, "es habe >keinen wissenschaftlichen Wert<". [5]

Schon ein Jahr vor Baikies Veröffentlichung hatte der britische Historiker K. T. Frost anonym (er war sich der in akademischen Kreisen grassierenden 'Atlantophobie' durchaus bewusst) in der Londoner Zeitschrift The Times ganz ähnliche Ansichten zum minoischen Kreta und Atlantis vorgestellt. Dies wurde, wie O’Connell betont, "von Baikie in seinem Buch freigiebig gewürdigt." Bemerkenswert erscheint auch, dass Baikie selber auf einen Schwachpunkt seiner Theorie hinwies, nämlich, um noch einmal Tony O’Connell zu zitieren, "Platos Bezugnahme auf die Säulen des Herakles. Indes spekulierte er, dies sei auf irgendeine Fehlinterpretation von Solon zurückzuführen." [6]


Anmerkungen und Quellen

Fußnote:

  1. Quelle: Tony O’Connell, "Baikie, Rev. James", 10. Januar 2010, bei: Atlantipedia.ie
  2. Siehe: James Baikie, "The Sea-Kings of Crete", London, 1910
  3. Siehe: Project Gutenberg, unter: "The Sea-Kings of Crete by James Baikie"
  4. Quelle: Tony O’Connell, op. cit. (2010)
  5. Quelle: ebd.
  6. Quelle: ebd.

Bild-Quelle: